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Solms würdigte Lambsdorffs "unbedingte Gradlinigkeit", Pieper seine "menschlich und politische vorbildliche Anständigkeit"

FDP-Schatzmeister und Finanzexperte Hermann-Otto Solms würdigte den verstorbenen FDP-Politiker Otto Graf Lambsdorff als einen, dessen "unbedingte Gradlinigkeit und die teilweise bis zur Schroffheit reichende Ehrlichkeit" ihn immer besonders beeindruckt hätten. Gegenüber der "Leipziger Volkszeitung" (Montag-Ausgabe) sagte Solms: Hinzu kam "die von mir bewunderte enorme Selbstdisziplin", angesichts der aus dem zweiten Weltkrieg resultierenden Beinverletzung Lambsdorffs. Für die heutige stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Cornelia Pieper verbindet sich als ostdeutsche Liberale mit Lambsdorff seit 1990 "die menschlich und politisch vorbildliche Anständigkeit" des Partei-Zusammenführens. Im Jahr 1990 führte Graf Lambsdorff als erster gesamtdeutscher FDP-Chef Ost- und West-Liberale, sowie die Forumspartei aber auch die Block-Parteibrüder von NDPD und LDPD in die FDP von heute. Gegenüber der "Leipziger Volkszeitung" (Montag-Ausgabe) sagte Pieper: "Graf Lambsdorff war darüber hinaus immer einer, der als Wirtschaftsfachmann dafür kämpfte, dass die bürgerlichen Freiheiten oberste Garantie finden: Es gibt keine wirtschaftliche Freiheit ohne gesellschaftliche Freiheit." Diese Verbindung, so Pieper, "sollte eine dauerhafte Verpflichtung für alle FDP-Politiker von heute und von morgen sein. Bürgerrechte sind genau so viel wert wie wirtschaftliche Freiheiten", das sei Graf Lambsdorffs Vermächtnis.

(Textquelle: Leipziger Volkszeitung.de;
Bildquelle: FDP Bildarchiv)

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