 Treffen namhafter Vertreter in Berlin
Die offizielle Lesart sieht anders aus: Auf Bundesebene will die SPD mit der Linken nichts zu tun haben, also kein rot-rotes Bündnis. Doch offenbar haben sich namhafte Vertreter beider Parteien zu einem geheimen Strategiegespräch getroffen.
Mehrere Teilnehmer bestätigten der ZEIT das erstmalige Treffen. An dem Gespräch in Berlin nahmen für die SPD die Bundestagsabgeordneten Niels Annen, Frank Schwabe, Christine Lamprecht und die Geschäftsführerin der sozialdemokratischen "Denkfabrik", Angela Marquardt, am Tisch. Marquardt, früheres PDS-Mitglied, war erst kürzlich in die SPD eingetreten, um dort, wie sie sagte, "die Linke zu stärken". Die Linkspartei war mit dem regierungserfahrenen Berliner Stefan Liebich, der stellvertretenden Parteivorsitzenden Halina Wawzyniak, den Bundestagsabgeordneten Jan Korte und Barbara Höll, hochrangig vertreten.
"Ganz normal"
"Ganz normal", nennt die Linke Wawzyniak das organisierte Treffen mit den Sozialdemokraten. Junge Linke, die mit der SED nichts am Hut hätten und Sozialdemokraten seien oft nur zufällig in unterschiedlichen Parteien gelandet. Man sei jung und wolle sich austauschen. SPD-Bundestagsabgeordneter Annen sagt, es sei "ein gutes Gespräch unter konkurrierenden Parteien" gewesen. Keinesfalls sei dies als der Beginn von rot-roten Kooperationen zu werten.
Das erste Treffen war vom linken SPD-Strategiezirkel "Denkfabrik" organisiert worden. An einem der nächsten Treffen soll auch der Linkspartei-Geschäftsführer Dietmar Bartsch teilnehmen.
Mit Material von dpa und reuters
 Quelle/Hintergrundinformationen: http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/6/0,3672,7252870,00.html
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