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Immer mehr Bundesbürger auf Distanz zur Demokratie

Mehr und mehr Menschen verlieren das Vertrauen in die bundesdeutsche Demokratie. Jeder dritte Bundesbürger glaubt nicht, dass die Demokratie Probleme löse, in Ostdeutschland sind es sogar 53 Prozent. Vier von zehn Deutschen zweifeln daran, dass die Demokratie überhaupt noch funktioniere. Jeder zweite kann sich vorstellen, bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr nicht zur Abstimmung zu gehen.

Von der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Zusammenarbeit mit dem Münchener Institut Polis/Sinus wurden 2500 Bundesbürger befragt. Die FES wollte eigentlich nach den Gründen für die zunehmende Wahlenthaltung suchen. Das Ergebnis allerdings – eine große grundsätzliche Distanz der Bürger zur Politik – hat sowohl die Demoskopen wie die FES erschreckt. Die FES fürchtet aufgrund der Studienergebnisse, dass sich rund ein Drittel der Menschen in Deutschland hat sich schon von der Demokratie verabschiedet. Auf der Strecke bleibt dabei offenbar auch der Glauben an eine bessere Zukunft: Nur jeder Dritte (31 Prozent) geht noch optimistisch in die kommenden Jahre – der große Rest befürchtet Einschränkungen oder sieht die Gefahr, gesellschaftlich oder finanziell abzurutschen. "Aus persönlichem Misserfolg wird Staatsferne", so die Erberst-Stiftung.

Die gegenwärtige Politik überzeuge offenbar gerade die "Verlierer" in der Gesellschaft nicht, und weil deren Zahl zunehme, wachse die Gefahr für die Demokratie insgesamt.

Zur FES-Umfrage, bitte anclicken.

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