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Berlin: Gerechtigkeitskonzepte zwischen Nächstenliebe und Totalitarismus

Das Liberale Netzwerk in Berlin, Potsdam, Dresden und Köln lädt ein ins "Stasi-Museum" zur Vortrags- und Diskussionsveranstaltung.

TITEL:
"Gerechtigkeitskonzepte
zwischen Nächstenliebe und Totalitarismus"


MIT:
Carlos A. Gebauer,
Rechtsanwalt, Buchautor, LN-Stiftungsratsmitglied
und Koordinator des Liberales Netzwerk Knotenpunkt Köln


ORT:
Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße
Ruschestraße 103, Haus 1
10365 Berlin

TERMIN:
Montag, 14.07.2008 um 19.00 Uhr

U.A.w.g. bis Freitag, 11. Juli 2008 bei Herrn Leide (Tel: 030 / 553 68 54), Stasi-Museum, Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße (ASTAK e.V.) oder unter anmeldung(at)stasimuseum.de oder berlin(at)liberalesnetzwerk.de.

Geschichte des Stasi-Museums

Am Abend des 15. Januar 1990 nahmen Demonstranten die Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in Berlin-Lichtenberg in Besitz. Das Berliner Bürgerkomitee begann hier seine Arbeit zur Auflösung des MfS. Eine Woche später beschloß der Zentrale Runde Tisch, daß im Haus 1 der Stasi-Zentrale eine "Gedenk- und Forschungsstelle zum DDR-Stalinismus" eingerichtet werden soll.

Die neue Regierung der DDR, gebildet nach den Wahlen am 18. März 1990, faßte am 16. Mai einen entsprechenden Beschluß zum Aufbau einer Forschungs- und Gedenkstätte, der jedoch nicht mehr umgesetzt wurde, weil sich die zuständigen Ministerien bei der Vereinigung der beiden Staaten in Deutschland auflösten. Deshalb machte es sich der im Sommer 1990 von Mitgliedern des Bürgerkomitees und Bürgerrechtlern gegründete Verein "Antistalinistische Aktion Berlin-Normannenstraße e.V." (ASTAK) zur Aufgabe, mit dem Aufbau der Forschungs- und Gedenkstätte zu beginnen. Da sich im vereinten Deutschland keine staatliche Institution zuständig fühlte, übernahm die ASTAK auch die Trägerschaft.

Ab diesem Zeitpunkt wurden sporadisch die ersten Besuchergruppen durch das Haus geführt, und am 7. November 1990 nahm die "Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße" ihren regulären Betrieb auf. In den folgenden Jahren fanden noch andere Vereine wie das Bürgerkomitee "15. Januar" e.V., der Bund der Stalinistisch Verfolgten e.V. (BSV), Help e.V. und das Osteuropa-Zentrum im Haus 1 ihre Wirkungsstätte.

Zur Zeit wird die Forschungs- und Gedenkstätte durch Projektmittel des Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (LStU) und der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur finanziell unterstützt.

Ausstellung im Stasi-Museum:

Büroräume Erich Mielkes


Mielkes Büroräume

Von hier aus befehligte der letzte Minister Erich Mielke bis 1989 das Ministerium für Staatssicherheit.
Neben Mielkes Dienst- und Arbeitszimmer inkl. des Sekretariats und dem nach seinen eigenen Wünschen eingerichteten privatem Bereich sind die Büroräume seiner persönlichen Untergebenen und engsten Mitarbeiter sowie der große Konferenzsaal mit angeschlossenem Kasino zu besichtigen.
Nach der Erstürmung des Geländes am 15. Januar 1990 wurden die Räume versiegelt und konnten im Originalzustand erhalten werden.

Widerstand und Opposition


Gefängniszelle

Hier wird die Verfolgung durch und Widerstand gegen die Staatsorgane in Ostdeutschland von 1945 bis 1989 dokumentiert.
Die Diktatur der SED durchdrang alle Lebensbereiche in der DDR, was erlaubt oder verboten war bestimmten die führenden Funktionäre. Die Durchsetzung ihres Willens erfolgte über den Parteiapparat, die Gewerkschaften, den Staatsapparat (einschließlich MfS und Polizei), die Justiz und das Bildungswesen. Schon auf kleinste Abweichungen konnte mit großer Härte reagiert werden.

Text- und Bild-Quelle/Hintergrundinformationen:
http://www.stasi-museum.de/
http://www.make-love-not-law.com/

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