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Düsseldorf: "Politikverdrossenheit: Was verdrießt den Wähler?"

Für das Liberale Netzwerk bitten
Hans-Otto Eglau, Monika Lehmhaus, Dr. Hergard Rohwedder, Jürgen Schroer, Heidrun Stein zur Vortragsveranstaltung mit Diskussion:

THEMA/TITEL: "Politikverdrossenheit: Was verdrießt den Wähler?"

MIT: Prof. Dr. Renate Köcher,
Geschäftsführerin
(gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. h.c. Elisabeth Noelle)
Institut für Demoskopie Allensbach -
Gesellschaft zum Studium der öffentlichen Meinung mbH (IfD)
und Kuratoriumsmitglied der Stiftung Liberales Netzwerk.


TERMIN: Mittwoch, 01. Oktober 2008
um 19:30 Uhr.

voraussichtlicher ORT: Industrie-Club Düsseldorf
Elberfelder Straße 6
40213 Düsseldorf

(Anfahrtsbeschreibung: bitte Adresse anklicken)

U.A.w.g. per Fax (0211) 557 14 94 oder per Mail
duesseldorf(at)liberalesnetzwerk.de
bis spätestens 23. September 2008.

Beitrag zu den Veranstaltungskosten 10,- Euro pro Person an der Abendkasse,
Schüler und Studenten frei.

Hintergrundinformationen:
http://www.ifd-allensbach.de/
http://www.stiftung-demoskopie.de/

Institut für Demoskopie Allensbach

Es gab bei der Gründung des Allensbacher Instituts 1947 ein Vorbild, das heute kaum mehr bekannt ist. Später weltberühmte Wissenschaftler wie Paul F. Lazarsfeld, Marie Jahoda, Hans Zeisel gründeten um 1930 in Wien die Wirtschaftspsychologische Forschungsstelle. Im Auftrag der Industrie machten sie Marktforschung für Tee, Kaffee, Schokolade, Herrenanzüge, Schuhe und andere Produkte und Dienstleistungen, um die neue Methode der Soziographie auf praktische Probleme anwenden zu können. "Es gibt keine edlen und unedlen Gegenstände der Forschung" erklärte Lazarsfeld 20 Jahre später seinen Studenten an der Columbia University New York.

Marktforschung, Mediaforschung, Sozialforschung und aktuelle politische Meinungsforschung mit den gleichen Instrumenten, mit der gleichen Sorgfalt und dem gleichen Verantwortungsgefühl zu betreiben - das war von Beginn an Grundsatz der Arbeit des Allensbacher Instituts. Alle Studien sollen ein gleichmäßiges wissenschaftliches Niveau haben. Wo immer möglich werden verschiedene Themenbereiche - Marktforschungs- mit Sozialforschungsergebnissen - verknüpft. Man versteht den Verbraucher besser, wenn man den Horizont weit zieht, den Zeitgeist einbezieht in die Analyse.

"Doppeltes Engagement" nannte Lazarsfeld die Verpflichtung sowohl gegenüber Auftraggebern aus Wirtschaft, Medien, Wissenschaft und Politik wie gegenüber der Grundlagenforschung. Dieses "doppelte Engagement" ist für das Allensbacher Institut zur Organisationsidee geworden. Zusammen mit Auftragsforschung werden die Methoden entwickelt, Theorie und Empirie entfalten sich in Wechselwirkung. Über 750 wissenschaftliche Veröffentlichungen und Lehraufträge an Universitäten für Allensbacher Wissenschaftler zeugen von diesem "doppelten Engagement".

Diese Konzeption, die Verbindung von wissenschaftlicher Qualifikation auf Universitätsniveau und praxisnaher Erfahrung in der Durchführung von Markt- und Sozialforschung begründet vor allem die Leistungsfähigkeit des Allensbacher Instituts. Die Zahl der hauptberuflichen Mitarbeiter ist auf weniger als hundert begrenzt, darunter etwa 25 Wissenschaftler. Auf ungebremstes Wachstum hat das Allensbacher Institut im Interesse der Forschungssorgfalt verzichtet.

Dieses Konzept und die Unabhängigkeit des Allensbacher Instituts sind durch die Stiftung Demoskopie Allensbach, bei der die Institutsanteile seit 1996 liegen, auch für die Zukunft gesichert.

Dass Frau Professor Noelle, die heute Ehrenbürgerin von Allensbach ist, nach dem Krieg im Jahr 1947 ihr Institut für Demoskopie gerade in dieser baden-württembergischen Gemeinde aufbaute, hat nicht nur mit ihrer persönlichen Vorliebe für den Bodensee zu tun, sondern auch mit einer Reihe von Zufällen bei der Wohnungssuche damals.

Die erste Umfrage wurde 1947 in Ludwigshafen am Überlinger See durchgeführt. Inzwischen ist die in Allensbach praktizierte Methode der mündlichen Befragung in ganz Deutschland zur alltäglichen Selbstverständlichkeit geworden, wenn es darum geht, herauszufinden, was die Menschen über Politik, Wirtschaft, sich selbst und die Welt denken.

Heute sind im Institut für Demoskopie Allensbach etwa 100 Mitarbeiter, darunter viele Wissenschaftler aus ganz unterschiedlichen Fachrichtungen, beschäftigt. Quer durch Deutschland arbeiten noch rund 2.000 Interviewer als freie Mitarbeiter für das Institut, davon 700 in den neuen Bundesländern.

Am bekanntesten ist das Allensbacher Institut aufgrund seiner Untersuchungen zur aktuellen Politik, doch ist die Politikforschung nur ein Forschungsbereich unter vielen. Einen mindestens ebenso großen, aber weniger öffentlichkeitswirksamen Anteil haben die Analysen zur Marktforschung und zur Medienforschung für Zeitschriften, Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen.

Die "Allensbacher Werbeträger-Analyse" ermittelt seit 1959 jährlich u. a. die Nutzung der traditionellen Print- und Funkmedien in Deutschland. Neu gestartet wurde l996 die Allensbacher Telekommunikationsstudie ACTA, die sich vor allem mit den neuen Medien bis hin zu den Online-Diensten im Internet befaßt.

Beim Haupthaus des Instituts, es bestehen weitere Niederlassungen in Bonn und Berlin-Grunewald, in der Radolfzeller Straße 8 in 78476 Allensbach am Bodensee handelt es sich um ein altes Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert. Nach drei Erweiterungsbauten in früheren Jahren wurde Ende 1996 ein vierter Erweiterungsbau begonnen, der zum 50. Institutsjubiläum im Mai 1997 fertig gestellt wurde.

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